SS 2014 - Prof. Carola Wiese / Prof. Paul Böhm
"Das Land Nordrhein-Westfalen hat im Jahr 2011 entschieden, das „Ingenieurwis- senschaftliche Zentrum“ (IWZ) der Fachhochschule Köln (FH) am Standort Deutz beizubehalten und stufenweise neu zu entwickeln. Dabei sollen zwei bereits sanierte Fakultätsgebäude weiter genutzt und alle übrigen Bestandsgebäu- de schrittweise abgebrochen und durch Neubauten ersetzt werden. Der Siegerentwurf des 2012 ausgelobten, 2- stufigen, städtebaulichen Wettbewerbs von kister scheithauer gross Architekten und Stadtplanern / Köln und LOIDL Landschaftsarchitekten / Berlin unter Mitwirkung von BSV Verkehrsplanung / Aachen wurde in einer Planungsphase 2013 weiter konkretisiert, vertieft und detailliert und ein Masterplan als Zielvorgabe für die zukünftige Neuordnung erarbeitet."
Zitiert aus der Fachhochschulbroschüre ‚Masterplan FH-Köln – Teilneubau Ingenieurwissenschaftliches Zentrum, Stand 31. Januar 2014
Das AUDITORIUM CENTRAL ist Hauptbestandteil der Neuplanung des Campus IWZ Deutz der Fachhochschule Köln. Erarbeitet wurde der Masterplan für diese Neuplanung von kister scheithauer gross architekten und stadtplanern / Köln unter Mitwirkung von BSV Verkehrsplanung / Aachen. 
Ein besonderes Merkmal des Entwurfs ist die Vergleichbarkeit zu einer Stadtgründung. Ein großer freier Grünraum bildet das Zentrum, um das sich die Fakultätsgebäude als geschlossene Bebauung wie Stadtblöcke ausbreiten und einen Platzraum bilden. Zudem betonen diese Fakultätsgebäude die Bedeutung des Platzes innerhalb des Campus durch ihre Höhe von 26,0 m.
Prof. Johannes Kister selbst formuliert die Grundidee seines Siegerentwurfs mit den Worten „Kern und Mantel“.
Etwas abseits von diesem Kern, an der Betzdorfer Straße, befindet sich das AUDITORIUM CENTRAL als Solitär und Auftaktgebäude für den Campus. Das Baufeld für das AUDITORIUM CENTRAL verknüpft wichtige Anlaufpunkte wie die U-Bahn und Hauptverkehrsstraßen mit dem verkehrsfreien Campus und liegt an einer seiner Hauptachsen. Somit war es wichtig, mit dem Entwurf den Bezug der Außenwelt auf das Zentrum des Campus nicht zu beeinträchtigen und ein Eingangstor zur Campusstadt zu bilden. Aus den Abstandsflächen zur Nachbarbebauung und dem geforderten Raumprogramm ergab sich ein Kubus als Kubatur. 
Um Bezüge zwischen Außenwelt und Campusstadt zu erhalten, wurden zwei Sichtachsen in den Kubus geschnitten. Dadurch entstanden zwei Scheiben, wovon eine durch Stützen angehoben wird und den Blick und Weg zum Campusplatz freigibt. Die zwei Achsen dienen gleichzeitig der Erschließung, die somit auf den ersten Blick ersichtlich wird. Die Sichtachsen bilden die Grundlage des Entwurfs, aus denen sich die räumlichen Strukturen, deren Anordnung und Gestaltung, und alle weiteren Aspekte des Gebäudes bis hin zur Fassade entwickelt haben. Hierbei stand der Studierende als Hauptnutzer stets im Vordergrund.